Osteoporosekonzept - "Knochenstark"




Präventionskonzept:  Knochenstark
Ein stabilisierendes Osteoporosegymnastikprogramm von der Zentralen Prüfstelle für Prävention zertifiziert

Das 1. zertifizierte Osteoporosepräventionsprogramm

Einführung:
Osteoporose gehört nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den „10 wichtigsten Zivilisationskrankheiten“ weltweit.

Vor dem Hintergrund der dramatischen Entwicklung der „Volkskrankheit“ Osteoporose wird deutlich, dass ein großer Handlungsbedarf bei der Suche nach neuen Strategien zur Therapie und effektiven Präventions-maßnahmen besteht. Für die Bundesrepublik wird mit etwa 1,6 Millionen Betroffenen zwischen 50 und 70 Jahren und 3,2 Millionen Betroffenen über 70 Jahren gerechnet. Bedenkt man nun noch den demographischen Wandel der Bevölkerung der geprägt wird durch a) die Bevölkerung altert und b) selbst die Alten werden älter, wird sich der Stellenwert der Osteoporose im Alter weiter erhöhen.

Die Osteoporose gilt seit langem als Volkskrankheit und führt zu einer schleichenden Veränderung der
Knochenstabilität und –dichte, die im Alter zunimmt. Vielfach beginnt die Veränderung unmerklich. Die Zahl der an Osteoporose erkrankten Menschen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Früher dachte man, dass die Osteoporose nur ältere Leute betrifft, heutzutage hat man mit viel jüngeren Menschen zu tun, die zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr schon erste Anzeichen von Osteoporose haben.

Osteoporose ist eine Erkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und eine Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes charakterisiert ist, wodurch es zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit und zum gesteigerten Frakturrisiko kommt. Allgemein ist bekannt, dass bei jedem Menschen mit zunehmendem Lebensalter Abbau- Verschleiß- und Degenerationsprozesse stattfinden. Ein normaler, altersbedingter Verlust an Knochenmasse, der etwa ab dem 35. Lebensjahr einsetzt, beträgt nach Angaben in der Fachliteratur bei gesunden Menschen ca. 0,5-1,5 % pro Jahr. (Vgl. Paul,G./ Schuba,V. Meyer&Meyer Verlag, 2001). Der Verlust der Knochensubstanz nimmt bei Frauen in den Wechseljahren jährlich um 5-10 % zu.

Das vorliegende Konzept vereint Sensomotorik, Ausdauer und Krafttraining zu einem ganzheitlichen Training. Es besteht sowohl aus theoretischen und praktischen Einheiten mit dem übergeordneten Ziel der Entwicklung von neuromuskulären Balancen, Kraft, Ausdauer, Förderung von Knochenstabilität sowie auch von Entspannungstechniken.

Laut Meyer et.al. (Mayer F, Scharhag-Rosenberger F, Carlsohn A, et al: The intensity and effects of strength training in the elderly, dt. Ärzteblatt Int 2011;108 (21):359-64) lassen sich auch bei untrainierten Personen positive Effekte durch ein regelmäßiges Gesundheitstraining erzielen.

Zielgruppen: Prävention für die Generation 45plus, untrainierte Personen. Da es sich um eine Primärprävention handelt, werden keine akut erkrankten Personen angesprochen.

Sind die ersten Brüche auch ohne entsprechendes Trauma aufgetreten, wird die Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten zunehmend schwieriger. Aber auch einfache Alltagsaktivitäten und die Lebensqualität können rasch beeinträchtigt sein. Liegen dazu noch weitere Erkrankungen vor, kann das Osteoporose Risiko rapide steigen.

Zwar hat die Krankheit in den letzten Jahren viel von ihrem Schrecken verloren, aber mit der richtigen Ernährung, viel Bewegung und Medikamenten kann die Osteoporose heute erfolgreich behandelt werden. Der Fokus der Mediziner liegt auf einer leitliniengerechten Diagnostik und Behandlung. Die Prävention wird über Aufklärung kalziumreicher Ernährung und Bewegungsempfehlungen angestrebt.

Die Entwicklung des Trainingskonzeptes erfolgte mit dem Ziel, aus den nur allgemeinen Empfehlungen ein alltagstaugliches und standardisiertes Programm zu schaffen. Berücksichtigt wurde die aktuelle Literatur, so wie im Ansatz existierende Projekte. Besonders hervorzuheben sind die Studien von Siegrist,M., Lammel,C., Jeschke, D. : Krafttraining an konventionellen bzw. oszillierenden Geräten und Wirbelsäulengymnastik in der Prävention der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen Osteologie.2006,15 (Suppl.1):14-15. Nach Siegrist et al. bewirkt das konventionelle Krafttraining deutliche Kraftgewinne und Verbesserungen der Knochenstruktur. „Durch die individuell dosierbare Trainingsmodifikation ist es als präventives Osteoporose-Training gut geeignet.

Kursumfang (in UE):
15 UEs (à 45 min)
Seminarkosten: Mitglieder: 220,00 € inkl. Seminarunterlagen; Nichtmitglieder: 255,00 € inkl.Seminarunterlagen
Referentin: Martina Baumann-Hillenbrand

Literatur:

1. Siegrist,M., Lammel,C., Jeschke,D.: Krafttraining an konventionellen bzw. oszillierenden
Geräten und Wirbelsäulengymnastik in der Prävention der Osteoporose bei
postmenopausalen Frauen. Osteologie.2006 15 (Suppl.1):14-15

2. Faßbender J.,  Evidenzbasierte Therapie der Osteoporose, 3. Auflage 2010, Uni-Med Verlag

3. Harter W.:
Analysegestützte medizinische Trainingstherapie oder Aerobics?

4. Lammel, C., Siegrist, M., Jeschke,D.:
Langzeiteffekte eines osteoprotektiven Krafttrainings
auf ausgewählten Knochenparameter. Osteolpogie .2006 15(Suppl)14:15

5. Siegrist M.:
Sport bei Osteoporose – individuelles Training beugt vor und therapiert.
Sportverlag Sportschad.2008,22:3-4